Kongregation der Schulschwestern vom III. Orden des Hl. Franziskus
Kongregation der Schulschwestern vom III. Orden des Hl. Franziskus

Gedanken 2012

Wünsche für das neue Jahr

 

Immer dann, wenn die Liebe nicht ganz reicht,

   wünsche ich dir Großherzigkeit.
Immer dann, wenn du verständlicher Weise auf Revanche sinnst,
   wünsche ich dir Mut zum Verzeihen.
Immer dann, wenn sich bei dir das Misstrauen rührt,

   wünsche ich dir einen Vorschuss an Vertrauen,
Immer dann, wenn du mehr haben willst,

   wünsche ich dir die Sorglosigkeit der Vögel des Himmels.
Immer dann, wenn du dich über die Dummheit der anderen ärgerst,
   wünsche ich dir ein herzhaftes Lachen.
Immer dann, wenn dir der Kragen platzt,

   wünsche ich dir ein tiefes Durchatmen.
Immer dann, wenn du gerade aufgeben willst,

   wünsche ich dir die Kraft zum nächsten Schritt.
Immer dann, wenn du dich von Gott und den Menschen verlassen fühlst,
   wünsche ich dir eine unverhoffte Begegnung, ein Klingeln an der Haustür.
Immer dann, wenn Gott für dich weit weg scheint,

   wünsche ich dir seine spürbare Nähe.

 

Unbekannt

Mein Wunsch für dich ist,
dass du in deinem Herzen
immer die leuchtende Erinnerung
an jeden reichen Tag
deines Lebens bewahrst.

Und dass in jeder Stunde
der Freude und des Leides
das frohmachende Lächeln
des Gotteskindes von Bethlehem
mit dir sei und
dass du in Gottes Nähe bleibst.

2012_Gedanken_Weihnachtsbrief.pdf
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Nimm dir Zeit zum Teilen,
sie macht dein Herz milde.
Nimm dir Zeit für deine Sehnsucht,
sie macht deine Seele schiffbar.
Nimm dir Zeit für Gottes Gegenwart,
sie wird dich beschenken.
(Verfasser unbekannt)

Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen,
ist beim Erwachen daran zu denken,
ob man nicht wenigstens einem Menschen
an diesem Tage eine Freude machen könnte.


(Friedrich Nietzsche)

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Herbstzeit

 

Vorbei die Blütezeit der Rose,
der Herbst ist längst schon an der Macht.
Noch leuchtet zart die Herbstzeitlose
und bunte Blätter schweben lose
zur Erde nieder still und sacht.

 

Nach Abschied klingt des Windes Wehen.
Die Schwalben halten sich bereit -
und die Natur wird auferstehen
im nächsten Jahr zur Frühlingszeit.

Seelenreise

 

Fürchte nicht im Sterben
dass Dein Leib verfällt
weil aus seiner Hülle
sich Deine Seele schält.

 

So wirst Du noch im Tode
vom Irdischen befreit
und Deine Seele findet
den Weg zur Ewigkeit.

 

Denn Deine Seele schwebt
gar wunderbar ins Licht
zur Ewigkeit des Schöpfers
hin vor sein Angesicht.

 

Josef Albert Stöckl

Unsere neu sanierte Schwesterngruppe 34E auf dem Wr. Zentralfriedhof

Wo Liebe ist und Weisheit,
da ist nicht Furcht noch Unwissenheit.

Wo Geduld ist und Demut,
da ist nicht Zorn noch Verwirrung.

Wo Armut ist mit Fröhlichkeit,
da ist nicht Habsucht noch Geiz.

Wo Ruhe ist und Betrachtung,
da ist nicht Aufregung und unsteter Geist.

Wo die Furcht des Herrn ist, sein Haus zu bewachen,
da kann der Feind keinen Ort zum Eindringen finden.

Wo Erbarmen ist und Besonnenheit,
da ist nicht Übermaß noch Verhärtung.

 

Franziskus von Assisi                    

Facettenreich

 

Die Einen sehen in mir
einen selbstherrlichen, arroganten Menschen.
Andere wiederum
bezeichnen mich als einen gutmütigen Narren.
Sehe ich in den Spiegel,
sehe ich mich.

Glücklich,
dass ich noch kein Abbild der
Wünsche und Erwartungen
meiner Mitmenschen geworden bin.

 

Michael Jörchel

Heiliger Geist, erwecke deine Kirche,
und fange bei mir an.

 

Mache lebendig unsere Gemeinde,
und fange bei mir an.

 

Lass Frieden und Gotteserkenntnis überall auf Erden kommen,
und fange bei mir an.

 

Bringe deine Liebe und Wahrheit zu allen Menschen,
und fange bei mir an.

 

Komm, Heiliger Geist! 

2012_Gedanken_Pfingstbrief.pdf
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Dort, wo Menschen eine Mitte finden,
dort, wo Freude im Leben spürbar wird,
dort, wo es keine Angst mehr gibt,
dort, wo Versöhnung Menschen verbindet,
dort, wo Türen geöffnet werden,

dort, wo etwas Neues aufbrechen darf,
da erfahren wir Auferstehung - mitten im Leben.

2012_Gedanken_Osterbrief.pdf
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Eigentlich sollte ich aufbrechen
aus der Enge verbrauchter Gewohnheiten

Eigentlich sollte ich aufhören
atemlos durch die Tage zu rennen

Eigentlich sollte ich mich weigern
fraglos zu funktionieren, und zu schweigen

Eigentlich sollte ich das Wort "Eigentlich" streichen um am Ende nicht sagen zu müssen: Eigentlich hätte ich leben wollen.

 

 

(Sabine Naegeli)

O wär im Februar ...

 

O wär im Februar doch auch,
Wie's ander Orten ist der Brauch
Bei uns die Narrheit zünftig!
Denn wer, so lang das Jahr sich misst,
Nicht einmal herzlich närrisch ist,
Wie wäre der zu andrer Frist
Wohl jemals ganz vernünftig.

Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt,
ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts; wenn man's verflacht;
ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.
Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;
in eigenem Sinn genossen und gestrebt.
Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot,
das uns im Innern nicht ein Neues bot.
Das Jahr war viel, in allem Leide reich
das uns getroffen mit des Geistes Streich.
Ein leeres Jahr war kurz, ein volles lang:
nur nach dem Vollen misst des Lebens Gang,
ein leeres Jahr ist Wahn, ein volles wahr.
Sei jedem voll dies gute, neue Jahr.

 

Hanns Freiherr von Gumppenberg

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